Komposthaufen anlegen
Lege einen Komposthaufen an und verwandle Küchenabfälle und Gartenreste in wertvollen Humus. Kompost ist weit mehr als Dünger – er ist ein ganzer Lebensraum für Hunderte von Tierarten und das Fundament gesunder Böden.
In einer Handvoll gesunden Gartenbodens leben bis zu zehn Milliarden Mikroorganismen. In einem Hektar Grünland können bis zu drei Millionen Regenwürmer leben – in verdichteten Böden sind es kaum noch einige Tausend. Ein gut geführter Komposthaufen produziert pro Jahr 100–300 kg fertigen Humus und bietet Hunderten von Insekten, Spinnen und Asseln Lebensraum.
Was wird benötigt
Kompostbehälter aus Holz oder Kunststoff (mind. 1 m³)
Gartencenter, Gemeinde-Aktionen (oft vergünstigt)
Kompostgabel oder Erdgabel
Baumarkt, Gartencenter
Offene Holzpaletten-Konstruktion (Alternative)
optionalPaletten gratis bei Supermärkten
Kompostbeschleuniger (Gesteinsmehl)
optionalGartencenter
Schritt für Schritt
Standort wählen: halbschattig auf Erde
Stelle den Kompost auf unbefestigtem Boden auf – Regenwürmer sollen von unten einwandern können. Halbschatten ist ideal: Sonne trocknet aus, Dauerschatten verhindert Verrottung.
Erste Schicht: grobe Strukturmaterialien
Beginne mit 10–15 cm Ästen oder grobem Heckenschnitt. Diese Schicht ermöglicht Luftzufuhr von unten und verhindert, dass der Kompost verdichtet.
Lagenweise nach dem Mischprinzip auffüllen
Wechsle zwischen feuchten Materialien (Küchenabfälle, frisches Gras) und trockenen (Blätter, Karton) im Verhältnis 1:2 ab.
Regelmässig wenden
Mische den Kompost alle 4–6 Wochen durch – das bringt Sauerstoff ins Innere. Fauliger Geruch = zu viel Feuchtigkeit oder zu wenig Luft.
Feuchtigkeit kontrollieren
Greife in den Kompost: Er soll sich wie ein ausgedrückter Schwamm anfühlen – feucht, aber kein Wasser tropft heraus.
Foto aufnehmen & einreichen
Nimm ein Foto deiner abgeschlossenen Challenge auf und lade es hoch. Nach der Prüfung werden dir deine Punkte gutgeschrieben.
Nutzen für die Natur
Regenwürmer (Lumbricus terrestris)
Wandern in den Kompost ein, verarbeiten organisches Material. Ein Regenwurm schichtet bis zu 40 Tonnen Erde pro Hektar und Jahr um.
Kellerasseln (Oniscus asellus)
Zerkleinern Pflanzenmaterial mechanisch und erhöhen die Oberfläche für Mikrobenwachstum.
Laufkäfer (Carabidae)
Nutzen den Kompost als Bruthabitat und jagen gleichzeitig Schnecken im Garten.
Igel
Sucht rund um den Kompost nach Würmern, Käfern und Schnecken – ein wichtiges Jagdrevier.
Profi-Tipps
Gib niemals gekochte Speisereste, Fleisch oder Fisch auf den Kompost – das zieht Ratten an. Rohes Gemüse, Kaffeesatz und Eierschalen sind ideal.
Zerschneide grosse Materialien vor dem Kompostieren: Ein Ast verrottet 10-mal langsamer als Häckselgut gleicher Menge.
Ein Kompost auf offenem Boden ist biologisch wertvoller als einer auf Beton: Regenwürmer, Laufkäfer und Igel können ein- und auswandern.
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